Aktion gegen die Todesstrafe, 11. Oktober 2025
Amnesty International, Lokalgruppe Zürich

Am 11. Oktober 2025, einen Tag nach dem internationalen Welttag gegen die Todesstrafe, führte die Amnesty-International-Lokalgruppe Zürich von 10 bis 16 Uhr auf der Rathausbrücke eine Informations- und Unterschriftenaktion durch.
Ziel der Aktion
Die Aktion machte auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam und richtete besonderes Augenmerk auf das Schicksal von Sharifeh Mohammadi, einer iranischen Aktivistin, die zu diesem Zeitpunkt willkürlich zum Tode verurteilt war. Gleichzeitig wurde auf die aktuelle Hinrichtungswelle im Iran hingewiesen, von der tausende Menschen bedroht sind.
Durchführung und Ergebnisse
Im Rahmen der Aktion sammelten die Aktivist*innen Unterschriften für einen Appell, der die Aufhebung des Todesurteils und die Freilassung von Sharifeh Mohammadi forderte sowie ein Ende staatlicher Hinrichtungen im Iran einforderte. Insgesamt unterzeichneten 63 Personen aus verschiedenen Ländern den Appell. Die gesammelten Briefe und Unterschriften wurden an die iranische Botschaft in Belgien übermittelt, um den internationalen Druck auf die iranische Justiz zu erhöhen.
Positive Entwicklung
Am 29. Oktober 2025 wurde bekannt, dass das Todesurteil gegen Sharifeh Mohammadi durch das iranische Justizoberhaupt in eine Haftstrafe von 30 Jahren umgewandelt wurde. Diese Entscheidung zeigt, dass der öffentliche Druck, einschließlich der gesammelten Unterschriften und Briefe, einen direkten Einfluss auf die Entscheidung hatte und die unmittelbare Gefahr einer Hinrichtung vorerst abwenden konnte.
Nach Angaben ihres Verteidigers wird weiterhin juristisch gegen das Urteil vorgegangen, unter anderem mit dem Ziel einer Neuverhandlung oder einer Überprüfung nach Artikel 477 des iranischen Strafprozessrechts, um ihre vollständige Freilassung zu erreichen.
Fazit
Die Aktion verdeutlicht die Wirksamkeit internationalen Engagements gegen die Todesstrafe. Sie zeigt auch, dass jeder Beitrag zählt. Wenn sich die Stimmen einzelner Personen zusammenschließen, werden sie immer lauter und können etwas bewirken. Niemals sollte jemand denken, die eigene Stimme sei zu leise, um einen Unterschied zu machen. Jede Stimme zählt – sie macht einen Unterschied!

Die Lokalgruppe Zürich dankt Allen, die durch ihre Teilnahme und ihre Unterschriften aktiv dazu beigetragen haben, Sharifeh Mohammadi zu schützen und ein Zeichen für Menschenrechte zu setzen.