Aung San Suu Kyi, Friedensnobelpreisträgerin und De-Facto-Regierungschefin in Myanmar wurde wegen „Aufhetzung gegen das Militär“ und „Verstösse gegen die Coronamassnahmen“ zu vier Jahren Haft verurteilt. Ming Yu Hah, stellvertretende Regionaldirektorin für Kampagnen bei Amnesty International kommentiert dieses willkürliche Verhalten mit folgenden Worten:

„Der harte Urteilsspruch gegen Aung San Suu Kyi auf der Grundlage von fabrizierten Anklagen zeigt die Entschlossenheit des Militärs, jegliche Opposition im Keim zu ersticken und die Grundfreiheiten in Myanmar zu unterdrücken. Dieses absurde und jeder Grundlage entbehrende Gerichtsurteil verdeutlicht einmal mehr das gängige Muster willkürlicher Bestrafung, unter dem seit dem Militärputsch im Februar mehr als 1.300 Menschen getötet und Tausende festgenommen wurden.

Amnesty International ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, dafür zu sorgen, dass in Myanmar die Menschrechte eingehalten werden, die Zivilbevölkerung geschützt wird und dass humanitäre und medizinische Hilfe geleistet wird. Die für Menschrechtsverstösse Verantwortlichen müssen vor ein Gericht gebracht werden.  Die benachbarten ASEAN- Staaten müssen mehr Druck ausüben und den im April 2021 angenommen  Fünf – Punkte Konsensus umsetzen, um der Gewalt in Myanmar ein Ende zu setzen.

Quelle:  Myanmar | Urteil Aung San Suu Kyi vier Jahre Haft | 06.12.2021 (amnesty.de)