In Zürich gibt es zurzeit 7 Amnesty-Gruppen, die sich für die Menschenrechte einsetzen. Sie sprechen dabei verschiedene Zielgruppen an und haben sich neben allgemeiner Menschenrechts-Arbeit auf einzelne Themen oder Regionen spezialisiert. Viele Aktionen werden gruppenübergreifend durchgeführt.

Wollen Sie sich aktiv für die Menschenrechte engagieren? Wollen Sie Briefe schreiben, Aktionen organisieren oder die Menschenrechte anders unterstützen? Wir informieren Sie gerne! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und kommen Sie zu einer unserer Gruppensitzungen.

Flyer mit Informationen zu Amnesty-Gruppen in Zürich

Wir treffen uns i.d.R. am letzten Mittwoch im Monat im Zürcher Regionalbüro von Amnesty International und laden herzlich dazu ein, bei Interesse vorbeizukommen. Die Termine werden auf der Hauptseite dieser Website angekündigt. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

1. November 2018 – Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden der Kohlemine El Cerrejón in Kolumbien


Zürich, 1. November, Universität, Raum KO2-F-174, 18.30 Uhr

Wie hilft die Konzernverantwortungsinitiative den Betroffenen in Kolumbien?

Die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien (ask!) hat zwei Gäste aus Kolumbien für eine Vortragsreise Ende Oktober 2018 eingeladen. Samuel Arregocés, Sprecher der afrokolumbianischen Gemeinde Tabaco und Jenny Paola Ortiz von der NGO CINEP erzählen von der schwierigen Alltagssituation der betroffenen Gemeinschaften. Sie berichten über Menschenrechtsverletzungen und die Umweltverschmutzung durch die Kohlemine El Cerrejón im Departement Guajira, die zu 33 Prozent Glencore gehört. Mit dem Publikum diskutieren wir anschliessend darüber, was KOVI an der Situation ändern könnte.

Worum geht es?

Das Departement Guajira ist der grösste Kohleproduzent Kolumbiens. 30 Jahre Bergbauboom haben die Lebensumstände der Bevölkerung aber kaum verbessert, 55 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Vielmehr verursacht die Mine El Cerrejón Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Viele Gemeinschaften wurden zwangsumgesiedelt, kulturell entwurzelt und verloren ihre Lebensgrundlage. Im ganzen Departement herrscht grosse Wasserknappheit. Eine aktuelle Umweltstudie hat nun Schwermetallkonzentrationen im Wasser deutlich über den kolumbianischen Grenzwerten für den Erhalt einer gesunden Flora und Fauna festgestellt.

Unsere Kampagnengäste

Samuel Arregocés ist Sprecher der afrokolumbianischen Gemeinde Tabaco im Departement Guajira. Er engagiert sich für die Rechte seiner im Jahr 2001 in einem brutalen Polizeieinsatz geräumten Gemeinde und darüber hinaus auch für die vom Bergbau betroffenen Gemeinden in der ganzen Region. Samuel war bereits mehrmals in Europa und trat an Aktionärsversammlungen von Glencore und an öffentlichen Veranstaltungen auf. Wegen akuter Bedrohung lebt er momentan ausserhalb seiner Heimatgemeinde.

Jenny Paola Ortiz ist Sozialwissenschaftlerin und begleitet seit über zehn Jahren afrokolumbianische und indigene Gemeinschaften in ihrem Kampf um Anerkennung ihrer ethnischen und kulturellen Rechte. Seit 2014 arbeitet Jenny für die NGO CINEP. CINEP begleitet mehrere Gemeinschaften im Einflussbereich von El Cerrejón seit vielen Jahren, dokumentiert Menschenrechtsverletzungen, stärkt die Organisationen und arbeitet mit den Gemeinschaften ihre Geschichte auf.

Den Flyer der Veranstaltung herunterladen

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